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Große Menge weggeworfener Zigarettenkippen
Beobachtung

Eine Kippe. Was soll schon passieren?

Das Foto entstand am Bahnhof München-Laim. Wenige Meter entfernt: Rauchverbot und Abfallbehälter. Trotzdem liegen hier nicht eine, sondern sehr viele Kippen.

Es geht nicht darum, Raucherinnen und Raucher anzuklagen. Interessant ist etwas anderes: Wie wird aus einem scheinbar winzigen Rest ein relevantes Problem?

Größenordnung: Die WHO nennt ungefähr 4,5 Billionen Zigaretten, die weltweit pro Jahr in der Umwelt entsorgt werden. Fast alle handelsüblichen Zigaretten besitzen Filter aus Celluloseacetat – einem Kunststoff, der nur schlecht abgebaut wird und Mikroplastik freisetzen kann.

Klein genug, um übersehen zu werden

Eine einzelne Kippe wirkt unbedeutend. In großer Zahl ändert sich die Perspektive. Nach dem Rauchen verbleiben Nikotin und weitere Stoffe im Rest; sie können aus weggeworfenen Kippen in die Umwelt gelangen.

Für Kinder ist die Größe kein Schutz

Das Bundesinstitut für Risikobewertung weist darauf hin, dass nach dem Essen von mehr als einer halben Zigarette oder einer Zigarettenkippe bei Kindern Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Unruhe oder Herzklopfen auftreten können. Bei einem solchen Vorfall soll ein Giftinformationszentrum kontaktiert werden.

Und dann ist da noch Feuer

Eine achtlos weggeworfene Zigarette kann bei trockenen Bedingungen einen Brand auslösen. Das Bayerische Staatsministerium nennt weggeworfene Zigarettenkippen ausdrücklich als mögliche Waldbrandursache.

Die Frage hinter dem Bild: Wenn die einzelne Kippe klein erscheint – ab welcher Anzahl wird unser Maßstab falsch?